Was kostet eine Wärmepumpe? Preise & Förderung 2026

Die kurze Antwort zuerst: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet 2026 im Einfamilienhaus inklusive Einbau meist 26.000 bis 33.000 €. Erdwärme- und Grundwasser-Anlagen liegen wegen der aufwändigen Erschließung höher. Das klingt nach viel. Entscheidend ist aber der Betrag nach Förderung: Mit der staatlichen BEG-Förderung bleibt beim Heizungstausch oft nur rund die Hälfte an Eigenanteil übrig.

Preise nach Wärmepumpen-Typ

Die drei Bauarten unterscheiden sich vor allem darin, woher sie die Wärme holen – und wie teuer diese Quelle zu erschließen ist. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe braucht nur ein Außengerät und ist mit Abstand am günstigsten und am häufigsten verbaut. Erdwärme (Sole) und Grundwasser arbeiten effizienter, kosten aber wegen Bohrung, Brunnen und Genehmigung deutlich mehr.

Wärmepumpen-Typ Gesamt inkl. Installation Besonderheit
Luft-Wasser 26.000–33.000 € Außengerät, kein Erdaufwand
Sole/Erdwärme 46.000–55.000 € + Bohrung oder Flächenkollektor
Grundwasser 41.800–49.200 € + Saug- & Schluckbrunnen, Wasserrecht

Die Spannen sind bewusst breit: Zwei Angebote fürs selbe Haus können sich um mehrere Tausend Euro unterscheiden. Vergleichen lohnt sich immer. Der Preis hängt außerdem direkt an der Heizlast Ihres Hauses – unsere Berechnung rechnet mit rund 20.000 € Grundkosten plus etwa 1.050 € je Kilowatt Heizlast für eine Luft-Wasser-Anlage. Ein Haus mit 8 kW Heizlast landet damit bei etwa 28.000 €, eines mit 12 kW bei etwa 33.000 €.

Was in den Preis hineinspielt

Nicht nur das Gerät kostet Geld. Diese Posten treiben die Rechnung – oder gehören schon dazu:

  • Erschließung der Wärmequelle. Der größte Unterschied zwischen den Typen. Eine Erdsonden-Bohrung samt Sole-Technik schlägt mit rund 18.000–22.000 € auf, zwei Brunnen für eine Grundwasser-Anlage mit etwa 13.000–17.000 €. Bei Luft-Wasser entfällt das komplett.
  • Pufferspeicher & Warmwasserspeicher. In den meisten Komplettpreisen bereits enthalten, aber ein spürbarer Posten.
  • Heizkörper oder Fußbodenheizung. Wärmepumpen arbeiten am effizientesten mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Im Altbau kann ein Tausch einzelner Heizkörper (1.000–3.000 €) nötig sein.
  • Hydraulischer Abgleich. Pflicht für die Förderung, kostet rund 500–1.000 €.

Wie groß die Wärmepumpe überhaupt sein muss, hängt an der Heizlast Ihres Hauses – zu groß dimensioniert wird es unnötig teuer. Dazu: Heizlast berechnen.

Förderung: bis zu 80 % vom Staat

Der Bund fördert den Heizungstausch über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), abgewickelt von der KfW (Programm 458). Der Zuschuss setzt sich zusammen aus:

  • Grundförderung: 30 % für jede förderfähige Wärmepumpe,
  • Klimageschwindigkeitsbonus: 16 % für den zügigen Austausch einer alten fossilen Heizung (nur für selbst genutzte Wohneinheiten),
  • Einkommensbonus: bis 40 % für selbst nutzende Eigentümer mit niedrigem zu versteuerndem Einkommen (40 % bis 30.000 €, 30 % bis 40.000 €, 10 % bis 50.000 €).

Ohne Einkommensbonus sind damit höchstens 46 % erreichbar (30 % Grundförderung + 16 % Klimageschwindigkeitsbonus). Kommt der Einkommensbonus dazu, werden daraus je nach Einkommen 56 %, 76 % oder – gedeckelt – 80 %. Gefördert werden Kosten bis 28.000 € für die erste Wohneinheit (im Mehrfamilienhaus je 15.000 € für die 2. bis 6. und je 8.000 € ab der 7. Wohneinheit). Im Einfamilienhaus sind das 12.880 € beim üblichen Fall ohne Einkommensbonus und bis zu 22.400 €, wenn er greift.

(Stand: Juli 2026 – am 21. Juli 2026 wurden die Sätze gekürzt: förderfähige Kosten von 30.000 auf 28.000 €, Klimageschwindigkeitsbonus von 20 auf 16 %, und der Effizienzbonus von 5 % für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel ist komplett entfallen. Vor dem Antrag den aktuellen Stand prüfen.) Details und die richtige Antrags-Reihenfolge: Wärmepumpen-Förderung (BEG) und Heizungsförderung 2026.

Ein Beispiel: Luft-Wasser-Wärmepumpe für 28.000 €, alte Gasheizung raus, also Grundförderung + Klimabonus = 46 %. Zuschuss 12.880 €, Eigenanteil rund 15.100 €. Kostet die Anlage mehr als 28.000 €, wächst der Zuschuss nicht mit – die förderfähigen Kosten sind bei 28.000 € gedeckelt.

Rechnet sich das?

Diese Seite beantwortet die Preis-Frage – nicht die Rendite-Frage. Ob sich die Investition über die Jahre trägt, hängt an Ihrem alten Heizsystem, dem Strompreis und der Effizienz der Anlage. Das rechnen wir separat durch: Wann lohnt sich eine Wärmepumpe?

Häufige Fragen

Was kostet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe? 2026 inklusive Installation meist 26.000–33.000 € im Einfamilienhaus, abhängig von der Heizlast. Sie ist die günstigste und häufigste Bauart.

Warum ist Erdwärme teurer? Wegen der Erschließung: Erdsonden-Bohrung samt Sole-Technik schlägt mit 18.000–22.000 € auf, Grundwasser-Brunnen mit 13.000–17.000 €. Dafür arbeiten diese Anlagen effizienter.

Wie viel bleibt nach der Förderung übrig? Beim Austausch einer alten fossilen Heizung sind 46 % Zuschuss die Regel – bei einer Luft-Wasser-Anlage bleiben dann oft 14.000–20.000 € Eigenanteil. Mehr als 46 % gibt es nur mit dem Einkommensbonus – dann sind bis zu 22.400 € Zuschuss drin.

Warum schwanken die Preise so stark? Weil Heizlast, Wärmequelle, Speicher und nötige Anpassungen im Bestand stark variieren. Mehrere Angebote einzuholen spart oft Tausende Euro.

Fallen laufende Kosten an? Ja: rund 1.000–1.500 € Stromkosten im Jahr mit Wärmepumpentarif (mit Haushaltsstrom 1.400–2.000 €) plus rund 300 € Wartung. Dafür entfallen Schornsteinfeger, Heizungswartung und Tankmiete.


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Verwandt: Wann lohnt sich eine Wärmepumpe? · Wärmepumpen-Förderung (BEG) · Heizungsförderung 2026 · Stromverbrauch der Wärmepumpe · Heizlast berechnen

Stand: Juli 2026 – Fördersätze nach KfW/BEG zum Reformstand 21.07.2026; Preise sind Richtwerte inkl. Installation und entsprechen der Kalkulationsbasis unseres Rechners (Luft-Wasser 20.000 € + 1.050 €/kW Heizlast, Sole und Grundwasser zzgl. Erschließungsaufschlag).

Zuletzt aktualisiert: September 2026 · Unabhängig & kostenlos – wir verkaufen keine Anlagen, sondern rechnen ehrlich.

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